Ahnenkult der Toraja in Sulawesi

6 Tage / 6 Nächte

Preise:

Neue Preise gibt es sobald ich neue Touren geplant habe.

Verpflegung ist teilweise eingeschlossen, siehe Tagesprogramm. (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)

 

 

Termine 2018:

keine mehr in 2018 – leider kann ich noch nicht sagen wann ich neue Touren machen kann.

 

Tag 1, Anreise nach Makassar in Sulawesi:

Eigene Anreise aus Europa oder vom vorherigen Reiseprogramm in die Inselmetropole Makassar in Sulawesi’s äußersten Südwesten (nicht im Reisepreis eingeschlossen). Wir treffen uns am Flughafen, und fahren dann sofort ins Toraja-Land. Da man dafür etwa 6 Stunden braucht sollte Ihr Flug spätestens etwa um die Mittagszeit in Makassar ankommen.

Auf Anfrage buche ich Ihnen gerne einen passenden Flug von Jakarta, Yogyakarta, Surabaya oder Bali nach Makassar, wenn Sie wollen auch mit Transfer von Ihrem letzten Hotel zu Ihrem Abflughafen (nicht im Reisepreis eingeschlossen).

Fragen Sie mich einfach, ich helfe Ihnen gerne: 😀 +49-89-87578660, contact@wolfgangsphotos.de

Ich berate Sie auch gerne dabei, worauf man bei der Buchung der Fernflüge achten sollte.

 

Tag 2 bis 4, Highlights des Toraja-Lands: F

Das erste was einem auffällt wenn man ins Toraja-Land kommt sind die speziellen Häuser. Ein traditionelles Toraja-Dorf besteht typischerweise aus zwei gegenüber liegenden Reihen von Bauten: auf einer Seite Wohnhäuser, auf der anderen die Reisspeicher, auf Stelzen.

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Daneben steht die Toraja-Kultur noch für spezielle Bestattungs-Riten. Den Toten wird in aufwendigen Zeremonien gedacht, zu denen alle Verwandten eingeladen werden. Für dieses Fest werden oftmals provisorische kleine Dörfer errichtet, wo die vielen Besucher dann sitzen und auch wohnen können – denn die größeren dieser Veranstaltungen dauern mehrere Tage. Dabei wird um so größerer Aufwand betrieben, je höher der soziale Stand und das Ansehen des oder der Verstorbenen war.

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Anschließend wird der oder die Tote in Felsengräbern bestattet.

Dazu werden in mehr oder weniger senkrechte Felswände Höhlen geschlagen und mit Türen versehen. Das ist der Grund warum man im Toraja-Land immer wieder derartige Felswände sieht:

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Auch natürliche Höhlen werden als Grabstätten benutzt, daher sieht man vor manchen Ansammlungen von verwitterten alten Särgen …

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oder auch herausgefallene und aufgereihte Totenschädel.

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Die Toten werden von mehr oder weniger lebensnah aussehenden Puppen, den Tautaus, „bewacht“.

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Ein großes Problem in Indonesien ist der überall herumliegende Plastikmüll. Die meisten Indonesier haben überhaupt kein Umweltbewusstsein und lassen ihren Abfall stehen und liegen wo auch immer sie gerade sind. Daher dachte ich bei diesem Anblick …

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zunächst, dass sie selbst davor nicht zurückschrecken, ihren Müll bei den Höhlengräbern liegen zu lassen. Aber dann klärte meine Führerin  mich darüber auf, dass es sich um Gaben für die Verstorbenen handelt, damit die im Jenseits nicht so dursten müssen und vielleicht auch mal eine Zigarette rauchen können (s. auch das Bild etwas weiter oben, neben den Totenschädeln!)

Während der Festivitäten gibt es dann Einlagen wie Wasserbüffel-Kämpfe, …

20150919-144839+Ubei denen das Puplikum ggfs. auch gefordert ist – da niemand vorhersagen kann wo der schwächere Büffel auf seiner Flucht nach verlorenem Kampf hin galoppiert und das ganze auf einer offenen Wiese ohne jegliche Absperrung stattfindet muss man u.U. rasch ausweichen.

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Zur Verköstigung der vielen Gäste wird dann auch gleich vor Ort geschlachtet – auf eine archaisch-brutale Art und Weise, mit der Machete.

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Dem Tier wird einfach die Halsschlagader aufgeschlagen, dann lässt man es verbluten. Sobald es sich nicht mehr bewegt wird es zerlegt.

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Wasserbüffel zu schlachten können sich nur die wohlhabenden leisten, bei einfacheren Leute müssen Hühner und Schweine dafür reichen.

Denn für die braucht man keinen LKW um sie heranzuschaffen – da tut’s ein Roller auch …

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… und somit bleibt der LKW frei um die Leute ranzukarren.

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Ich werde versuchen herauszufinden ob während unseres Besuchs ein größeres Begräbnis stattfindet. Auf meinen bisherigen Besuchen bei den Torajas, die auch alle nur jeweils wenige Tage dauerten, hatte ich bisher immer das Glück einem beiwohnen zu können – ein einzigartiges Erlebnis.

Eine Garantie kann ich zwar nicht geben, aber aufgrund dieser Erfahrung und zahlreicher Gespräche mit lokalen Touristenführern gehe ich davon aus, dass auch während unserer gemeinsamen Reise ein Begräbnis stattfinden wird, dem wir beiwohnen können.

Daher wird das Programm bei dieser Reise nicht minutiös durchgeplant, sondern richtet sich an dieser Gelegenheit aus.

Um dieses Ereignis herum werden wir dann die weiteren Sehenswürdigkeiten besuchen.

Das Toraja-Land ist eine tropisch üppige, bergige Gegend mit vielen Reisterrassen und großen abgerundeten Granitblöcken, ein Eldorado für Landschafts- und Naturfotografen.

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In Schlammlöchern suhlen sich Wasserbüffel…

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um die die Torajas einen weiteren Kult veranstalten. Gegen Abend werden die Tiere vom Feld geholt und gewaschen.

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Als besonders wertvoll gelten Albino- oder Halb-Albino-Büffel.

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Sicher werden wir tropische Insekten vor die Linsen kriegen, …

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20150913-130654-c1+U D00203_015m+ und genau so auch exotische Spinnen ähnlich dieser hier, dich ich „LED-Gelenk-Spinne“ genannt habe  😀  .

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Mit etwas Glück sehen wir ein paar Eidechsen oder einen Waran,

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und sicher auch interessante Vögel.

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Tag 5, Fahrt nach Sengkang: F

Wir starten früh um rechtzeitig in Sengkang am Tempe-See anzukommen. Dort machen wir eine Bootsfahrt zum „schwimmenden“ Dorf.

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Unterwegs haben wir gute Chancen Wasservögel zu beobachten.

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In der Umgebung von Sengkang wird auf traditionelle Art und Weise Seide hergestellt. Daher findet man auf dem Markt in Sengkang Seidenschals und ähnliche Seidenprodukte.

 

Tag 6, Fahrt nach Tanah Beru: F

In Tanah Beru werden bis zum heutigen Tag an mehreren Kilometern Strand…

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Holzschiffe nach traditioneller Art gebaut, …

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von teils beeindruckender Größe (angeblich bis über 100 Tonnen), …

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immer noch ganz überwiegend aus Materialien der Region, …

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von kleinen Handwerker-Teams, …

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die zwar inzwischen auch moderne Werkzeuge verwenden, aber immer noch ohne gezeichnete Pläne arbeiten, nur nach der Überlieferung ihrer Vorväter.

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Übernachtung in einer der Strand-Unterkünfte in Bira oder Ara.

 

Tag 7, Rückkehr zum Flughafen Makassar: F

Ende der Tour, Rückreise nach Europa, oder Weiterflug zum Anschlussprogramm Yogyakarta und Umgebung.

Vom internationalen Flughafen in Makassar gibt es täglich viele Direktflüge nach Jakarta, Yogyakarta, Surabaya (sind alle auf Java), Denpasar (Bali), und in andere Städte Indonesiens.

Auf Wunsch können Sie auch noch 1 oder 2 Tage länger am Strand bleiben.

Fragen Sie mich einfach, ich helfe Ihnen gerne: 😀 contact@wolfgangsphotos.de, 089-87578660

 

Hinweise:

Auf dieser Tour sind wir teilweise in der Natur unterwegs, und die ist in Indonesien immer noch sehr wild und ungezähmt! Es kann passieren dass einer der Vulkane ausbricht und Flughäfen wegen der Rauch- und Ascheentwicklung gesperrt werden. Wenn es dumm läuft kann sogar der ganze Flugverkehr in der Region lahmgelegt werden. In so einem Fall werde ich versuchen ein ähnlich attraktives Ersatzprogramm anzubieten. Fest garantieren kann ich das aber nicht.

Die angegebenen Hotels u.a. Unterkünfte sind als Absichtserklärung zu verstehen. Es kommt vor dass ich kurzfristig umdisponieren muss.

Ein paar Worte zu den Hotelstandards in Indonesien.

 

Benötigte Ausrüstung:

Neben Ihrer Fotoausrüstung sollten Sie  eine Taschen- oder Stirnlampe mitnehmen, da in Indonesien die Stromversorgung noch nicht überall wirklich zuverlässig ist. Außerdem Wanderschuhe und leichte Baumwollkleidung für das tropische Klima.

Denken Sie auch an einen Hut oder anderen Sonnenschutz – die tropische Sonne ist gnadenlos!

 

Anmeldung / Buchung:

Rufen Sie mich an oder schicken Sie mir eine Email:

contact@wolfgangsphotos.de, 089-87578660

Bei der Buchung wird eine Anzahlung von 15% vom Reisepreis fällig.

Die Reise wird nur durchgeführt wenn sich mindestens 5 Teilnehmer finden.

==>Sie sollten Ihren Fernflug also sicherheitshalber noch nicht buchen!<==

(es sei denn Sie würden die Reise auch unbegleitet und auf eigene Faust machen wollen, falls keine Gruppe zu Stande kommt)

Ich gebe allen Teilnehmern sofort Bescheid wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, damit Sie Ihren Fernflug so früh wie möglich buchen können.

Damit wir uns gegenseitig nicht zu sehr in die Quere kommen ist die maximale Teilnehmerzahl der Gruppe auf 8 begrenzt.

Anmeldeschluss ist 1 Monat vor Reisebeginn. Sollten bis dahin nicht genug Anmeldungen eingegangen sein, kriegen Sie Ihre Anzahlung vollständig zurück.

Ein Schmankerl für alle die etwas mehr Zeit haben:

Bei Buchung von 2 aufeinander folgenden Reisebausteinen gibt es 5% Rabatt, bei 3 oder mehr 10%!